Auszeit im Mittelmeer
Arbeit, Arbeit, Arbeit...... aber nicht ohne Vergnügen!
08.10.2009
Seit dem 03.10.2009 sind wir nun hier in der Marina und machen unsere Good Luck winterfest. Es ist mal wieder unglaublich wie schnell die Zeit vergeht und der Abschied rückt immer näher :-(
Nachdem momentan das Internet mal funktioniert, werde ich die nöchsten Tage nützen und unsere letzten Einträge aktualisieren. Immerhin darf ich auf diese Weise alles nochmals erleben….
Da die Reiseberichte doch immer sehr zeitaufwendig sind habe ich erst einmal nur die letzten Stationen unserer Reise eingetragen und werde sie jetzt nach und nach mit den schönen Erinnerungen füllen.
Ist doch eine faire Einteilung…. ich sitze am Pool und schreibe Törnbericht und Blacky ist am schrauben…… :-) Naja ganz so ist es auch wieder nicht, aber genaueres gibts später!
Nach 1797,4 sm im neuen "Zuhause"
03.10.2009
Nach einem Abstecher zum tanken nach Marmaris fehlen noch 2,6sm zu den 1800…..
Die letzte Nacht vor Anker....
02.10.2009
Eine letzte Nacht vor Anker mu0 einfach noch sein……
Vorwärts...wir müssen zurück :-(
01.10.2009
Gerade jetzt wäre der “Hunger” wieder da…. aber es hilft alles nichts wir müssen zurück.
Mal wieder "ALTE STEINE"
30.09.2009
Eigentlich hatten wir ja in Delphi beschlossen nie wieder alte Steine anzusehen…….
Ankern auf der "Lebendfischvitrine"
29.09.2009
Kaum zu glauben, eine Bucht fast leer……
Markt in Fethiye
28.09.2009
Nach drei Nächten in Boynüz ist nun mal wieder ein Kulissenwechsel angesagt! Leider ist ja auch schon der 28.09 und unsere Zeit wird auch langsam aber sicher weniger……:-(
Heutiges Ziel ist Fethije, die Good Luck muss mal wieder etwas bewegt werden, nicht das sie noch Muscheln ansetzt:-) . Diesmal schaffen wir es sogar noch vor 1200 Uhr abzulegen. Wieder werden noch in der Bucht die Segel gesetzt und los gehts. Zuerst gemächliches Leichtwindsegeln mit 9 kn Wind, der sich aber je näher wir der Ostseite des Golfs kommen allmählich wieder steigert. Also doch noch ein bisschen toben…. Insgesamt brauchen wir dann knapp 3,5 Stunden für die 15sm. Kein schlechter Schnitt.
Gerade als wir dann in die Bucht bei Fethije segeln, sehen wir wieder eine der Meeresschildkröten. Diesmal ein richtig großes Exemplar, leider sind wir etwas zu schnell unter Segel unterwegs. Ich kann kein Foto aus der Nähe mehr machen. Schade eigentlich…… Selbst eine Gulet die uns entgegnkommt weicht aus um sie nicht zu stören.
Die Bucht von Fethije ist dann so groß, wie wir uns eigentlich Göcek vorgestellt hatten. Die Stadt zieht sich fast um die ganze Bucht herum und die Marina ist riesig. Wir ankern westlich der Marina und nach einer ausgiebigen Badepause brechen wir zum Landgang auf. Unser Revierführer behauptet es ist heute Markttag und wir wollen die Stadt erkunden.
Es ist erst mal gar nicht einfach einen Platz zu finden, um mit dem Schlauchboot an Land zu gehen. Bei der Marina weisen große Tafeln darauf hin, das dies Privatgelände und anlegen für Dingis nicht gestattet ist. Nach ein bisschen hin und her entschließen wir uns am Hotelsteg festzumachen (Yacht Hotel Marina, gleich neben der großen Marina), hier gibts wenigstens keine Verbotsschilder. Zur Sicherheit frage ich noch nach, ob es OK geht das Dingi hier zu parken bis wir aus der Stadt zurückkommen. Die Antwort ist sehr erfreulich: Natürlich, aber gerne! Jetzt können wir beruhigt auf Tour gehen.
Mit dem Dolmusch fahren wir ins Zentrum der Stadt, dann wird zu Fuß erkundet. Durch den Basar, über den Markt, entlang der Promenade zurück zum Hotelsteg. Die Stadt ist genial und muß einfach gefallen. Hier kann man perfekt einkaufen bummeln und schlendern. Alles ist sehr günstig (1kg Barsch 15 TL, 5kg Obst und Gemüse 8 TL)und frisch. Wenn man am Markt Fisch kauft, kann man ihn gleich nebenan im Restaurant für 5TL zubereiten lassen, Brot und Salat incl.
Zwar wurde die alte Stadt durch ein Erdbeben fast komplett zerstört, hat aber trotzder Neubauten seinen Flair nicht verloren. Unsere Entdeckunsreise führt uns auch am alten Hafen vorbei. Es ist unglaublich wie selbst hier der Stadthafen mit Gulets und Ausflugsschiffen voll ist. Gibt es denn wirklich sooooo viele Touristen? Uns sind bisher zum Glück nicht ganz so viele begegnet, aber vielleicht hat die Wirtschaftskrise ja ihre Spuren hinterlassen?! Nach diesem ausgiebigen Spaziergang gönnen wir uns zum Abschluß ein Bierchen im Hotelgarten und genießen den Blick auf die Ankerlieger im Licht der untergehenden Sonne. Dort werden wir auch promt noch eingeladen, morgen den Tag in der Anlage und am Pool zu verbringen und es täte ihnen leid das der Steg voll ist. Unglaublich…… so viel Freundlichkeit ist echt eine Schau!
Als es dann dunkel wird, brutzelt der auf dem Markt selbst gefangene Fisch auf dem Grill……… lecker!
Fethije…… find ich einfach prima!
Daysailing
27.09.2009
Die letzte Nacht hatte ein besonderes Erlebnis für mich parat.
Die Bucht in der wir gerade liegen, ist dank ihrer abgeschiedenheit absolut ruhig und gerade nachts bei windstille ist ausser vielleicht einem Uhu und ein paar Fledermäusen nichts zu hören. Um so überraschter war ich, von einen ungewöhnlichem Geräusch geweckt zu werden. Direkt neben meiner Bordwand war das ausblasen eines Delfins zu hören. Es dauerte einen Moment bis ich realisierte das ich wach bin und nicht träume. Schlaftrunken kletterte ich aus der Koje und versuchte den Verursacher des Geräusches im Mondlicht zu erkennen. Es war eine ganze Gruppe von Delfinen die offensichtlich auf der Jagd durch die Bucht schwamm. Immer wieder war deutlich das unverkennbare Atmen der Tiere zu hören, das sich langsam entfernte………
Diese faszinierenden und friedlichen Momente sind es, die den unwiederstehlichen Zauber der Buchten ausmacht. Noch lange stand ich im Cockpit und habe auf das im Mondlicht glitzende Wasser geschaut. Selbst die Sterne strahlten noch ein kleines bischen mehr als sonst………………..
Trotz oder gerade wegen der Unterbrechung war es eine sehr erholsame Nacht und wir sind bereit für neue Taten:-)
Nur vor Anker liegen ist dann doch etwas zu wenig…… Ziel soll die Ruin Bay im Südwesten des Golfs sein. Kurz vor 1300 Uhr legen wir unter Segel ab (die Maschine läuft nur für die Ankerwinsch, wenn das mal keine Motivation ist!) und gehen toben. Es macht Spaß zu segeln und schon in der Bucht werden Regatta-reife Wenden hingelegt. So mancher Ankerlieger zieht schon den Kopf ein wenn wir an ihm vorbeibrausen:-)
Nachdem vor der Ruin Bay dank der Fallböen der Windmesser mal wieder auf 27kn steht, beschließen wir doch wieder in unsere friedliche Bucht zurück zu segeln. Gesagt getan, nach 2,5 Stunden und 12sm fällt unser Anker wieder in der Boynüz Bükü. Unser Platz war tatsächlich noch frei und so liegen wir jetzt wieder neben den alten Bekannten an exakt der selben Stelle wie schon die Nächte zuvor………
0sm...... wir werden faul!
26.09.2009
Der “mediterane Schlendrian” hat uns wieder eingeholt.
Es ist irgendwie überhaupt kein Problem genügend Ausreden zu finden noch einen Tag hier zu bleiben……..
Die Wolken haben sich wieder verzogen und wir werden heute mit über 30 Grad verwöhnt. Ende September noch solche Temperaturen und dazu auch noch 26 Grad warmes Wasser, was will man mehr? Dementsprechend steht der Tag ganz unter dem Motto baden !
Kurz bevor die Sonne untergeht bricht dann noch unerwartet Aktivität aus und wir unternehmen eine Exkursion (wie Arthüs sagen würde :-). Leider gibt es außer dem Restaurant und einer staubigen Straße (führt warscheinlich nach Göcek) nicht viel zu erkunden. Um die Hügel zu erklettern fehlt die Motivation. Warscheinlich war die Vorstellung eines Bergwaldes einfach zu reatistisch gestern…….
Nach einem kleinen Rundgang belohnt uns ein Bier an der Bar. 5 TL für ein kleines Bier, auch noch unfreundlich serviert……. da sind wir eigentlich besseres gewöhnt.
Zurück auf dem Schiff beteht Einigkeit, das dieses Restaurant garantiert nicht auf unsere Bestenliste kommt. War aber trotzdem ein schöner Ausflug und den Abend verbringen wir unter einem grandiosen Sternenhimmel im Cockpit.
4sm......werden wir zum Schluß noch faul????
25.09.2009
Man hätte eigentlich denken können das wir jetzt alles haben….. wir schaffen es aber trotzdem nochmals ein ganzes Dingi voll Vorräte einzukaufen. Schooooopppiiiiinnnnnggggggg…….. Offensichtlich hatten wir Entzugserscheinungen :-)
Kurz nach 1200 wird dann der Anker gelichtet. Wir finden definitiv zu unserem “Kroatienrythmus” zurück und schaffen es nicht mehr vor Mittag auszulaufen. Was solls, unser Ziel ist sowieso nur 4sm weiter. 4sm?!?!?!
Ja, Tatsache! Es werden heute exakt 3,9sm bis wieder der Anker fällt. Und weil es ja nur 4sm sind werden nicht einmal die Segel gesetzt. Wir schämen uns zwar ein kleines bischen über unsere Faulheit, haben jedoch eine gute Ausrede….. die Batterien müssen geladen werden. Hier im Golf von Fethije ist der Windgenerator leider keine große Hilfe, aber fleißige Mitarbeiter haben schließlich auch einmal eine Pause verdient.
Unter Maschine dieseln wir nach Boynüz Bükü, eine der Buchten in denen man mit und aber auch ohne Heckleinen ankern kann. Schließlich wollen wir ja heute abend den Grill anwerfen. Die Bucht ist sehr malerisch mit den 2 Flußläufen und dem urigen Holzsteg des Restaurants. Auf 15 Meter Wassertiefe (an diese Tiefen muß sich ein Kroatiensegler erst gewöhnen) finden wir ein schönes Plätzchen und gehen zum gemütlichen Teil über. Leider zieht es immer mehr zu und abends fängt es auch tatsächlich an zu nieseln…….
Aber einen echten Segler kann kein Wasser schrecken! Eine kleine Plane hält den Regen halbwegs ab und der Grill brennt trotzdem. Die ganze Bucht ist angefüllt von Grillduft und dem intensiven Geruch von feuchten Kiefernnadeln. Wenn man die Augen schließt ist es nicht schwer sich vorzustellen in einem Bergwald zu stehen, einzig das sanfte schaukeln stört die Illusion ;-)
Es stimmt tatsächlich, es ist bestimmt kein Problem wochenlang hier im Golf von Fethiye zu bleiben…….
