Schottland, Whisky und Meer

N 52° 42' O 05° 18'

Wir sind an Bord, bereit zum Sprung

27.06.2009

Heute morgen Anreise aus Düsseldorf. Sven, Helmut und ich haben gestern Proviant gefasst und den Bus, der die nächsten 8 Wochen im Comagnieshafen von Enkhuizen parken wird, ein letztes Mal vollgepackt. Klaus sollte eigentlich morgen in Amsterdamm zu uns stossen. Unglücklicherweise hat er sich dermaßen den Fuß verdreht, daß er erstmal ausfällt. Gute Besserung von hier und sieh zu, daß Du zur zweiten Törnhälfte wieder fit bist.

Jetzt noch ein paar kleine letzte Montagen und dann Bunkern. Jedesmal die selbe Frage: Wie soll das alles an Bord passen und verstaut werden. Ist all der Unsinn den man eingepackt hat wirklich nötig? Und wir reden hier über eine Männercrew, wie sähe es erst aus, wenn wir Frauen an Bord hätten?

Aber unsere Sya ist ein Raumwunder. Überall gibt es noch ein Loch, in das sich etwas stopfen lässt. Hoffentlich finden wir auch alles wieder, wenn wir es brauchen. Und hoffentlich hält uns die Polizei nicht an und stellt uns auf die Waage – wenn der Kahn mal nicht leicht überladen ist. 8218kg ist die Höchstzulässige Belastung, 1800kg für alle Ausrüstung, Tankinhalte, Vorräte, pers. Ausrüstung und Crew. Klingt erstmal viel aber wenn man anfängt nachzurechnen wird es eng. Wir müssen halt von heute an täglich an der Gewichtsreduzierung arbeiten.

Neben Konserven aller Art, Nudeln Kartoffeln und Brot, Obst, Gemüse, Schokolade, Knabbereien sowie einer vollen Kühlschrankladung haben wir an Flüssigem: 100 ltr Diesel, 465 ltr Frischwasser sowie 247 ltr erfrischende, geistige sowie hochgeistige Getränke an Bord (Auflistung nur auf pers. Anfrage). Das muss fürs Erste reichen.

Trotz allem sieht es unter Deck im Moment noch übersichtlich und aufgeräumt aus und alles ist für den ersten Schlag gerüstet. In Abänderung unseres Plans wollen wir morgen nach Den Helder und von dort am Montag morgen mit der Flut auslaufen. Dann soll es in einem Schlag ca 475sm nordwärts bis Inverness gehen. Die Wetterprognosen sind im Moment gut, östliche Winde vesprechen eine angenehme schnelle Reise, wenn es mal nur so bleibt. Die Bordzeit haben wir auf UTC umgestellt, so haben wir am wenigsten Probleme mit Umrechnen und Anpassen der verschiedenen Systeme. Der Wachplan hängt auch schon, ich denke wir haben an alles gedacht.

Nun gönnen wir uns ein Abschiedsessen in der Mastenbar, danach noch eine flüssige Tablette gegen Skorbut und dann ab in die Koje. Morgen geht es endgültig los.

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