Schottland, Whisky und Meer

N 56° 52' W 05° 04'

Richtung Ben Navis

08.07.2009

7.7.09 : Morgens erster Wetterscheck – der Wetterbericht muss von einem anderen Schottland erzählt haben, die Wolken sprechen eine eindeutige Sprache. Was sagen die Schotten zur Wetterplanung: Five seasons….a day. Es hilft nichts, wir müssen los. Weg vor der Meute, welche von der Schleuse hinter uns in Kürze ausspuckt wird. Durch weitere Schleusen geht’s Richtung Loch Oich. Völlig unnötigerweise versucht uns ein Motorboot in der Schleuse zu überhohlen und rammt uns achterlich  an BB. Wir stellen ihn im Kanal und tauschen die entsprechenden Papiere aus, hoffentlich geht die Schadensregulierung nicht in mehrere Runden. Loch Oich bedeutet die Wende. Wir sind nun 32,3mtr Hoch und der See fließt in beide Richtungen ab. Von hier aus geht es jetzt direkt in Richtung Atlantik. Loch Lochy  gewährt uns anfangs noch etwas Segelwind, dann kommt es von hinten über uns. Nach einem heftigem Gewitterguss laufen wir schließlich in Gairlochy ein und machen vor der Schleuse fest.

8.7.09 : Wandertag. Wir verlassen das Boot gegen 8:30 um frühzeitig am Clan Cameron Museum zu sein. Keiner erwartet, dass das Museum erst um 11:00 Ortszeit öffnet, wir sind eine halbe Stunde zu früh. Wir entscheiden uns, die Lage von oben zu begutachten und klettern erstmal aufwärts. Wir folgen einfach den Wildwechseln, feste Pfade gibt es hier sowieso nicht. Helmut entscheidet sich doch lieber das Museum zu erkunden, Sven und ich bleiben auf der Spur der Tiere, die ich bei der ersten Sichtung nicht schnell genug einfangen konnte.

Iris, ich habe für Dich gejagt, und ich bin zum Schuss gekommen. Ich hoffe Du bist Stolz auf mich..

Der Rückweg geht dann durch viel sumpfigen Morast, noch mehr Wasser und vielen Stechmücken gen Tal. Zurück an Bord müssen wir auf Helmut und den Bootsschlüssel warten, wieso sind wir eigentlich die ganze Sache in 3:50 durchgerannt? Die frühe Rückkehr hat den Vorteil, dass wir noch Richtung Fort William weiterfahren können. Dort werden wir dann mit der letzten Schleusung des Tages 19mtr in 8 Kammern am Stück abwärts geliftet. „Neptun’s Staircase“ dauert 1:20, jetz liegen nur noch 2 Schleusen vor uns und dem Atlantik. Der Törnbericht verzögert sich leicht, weil Berliner Segler, die schon seit Tagen parallel mit uns durch den Kanal ziehen, zum Bordbesuch vorbeischauen. Gut dass wir genügend Wein gebunkert haben. Bei bestem Sonnenschein erzählen wir bis in die Nacht.

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Kommentare

iribo 09.07.2009 um 11:05

Huch ich bin doch wohl nicht mit einem Wilderer verheiratet??? ;-)) Man nennt ihn ja auch WilDfried……


Schatz ich bin immer stolz auf dich!


Deine Berichtle sind immer klasse, ich freue mich jeden Tag darauf und schaue neugierig und gespannt in den Blog….


1001 du weißt schon ;-)

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