Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 15° 33' W 61° 27'

Tag 206+207: St. Pierre, Überfahrt nach Dominica

07.02.2012

Am Montag besuchen wir gleich nach dem Frühstück wieder die Tourist-Info, wo man kein Englisch versteht, um auszuklarieren. Das geht wieder über Computer, und der Ausdruck wird unbesehen unterschrieben und abgestempelt – hoffentlich ist es der richtige. Danach gehen wir noch zum “Only”-Shop unser Internetkonto aufladen – die Megabytes sind halt recht schnell verbraucht, obwohl die Verbindung hier sehr langsam ist. Am Markt kaufen wir noch ein bisschen ein – es ist aber alles viel teurer als am Samstag – heute ist weniger Konkurrenz. Nachdem die Brandung durch den in die Bucht herein laufenden Schwell seit heute Morgen ziemlich kräftig geworden ist, kommt anlanden mit dem Dingi nicht in Frage – der geplante Gasflaschentausch wird also verschoben. Gegen Abend fahren wir mit dem Dingi dann wieder zum Steg – ein nettes Restaurant für ein Abschiedsessen suchen. Das nette Strandrestaurant gegenüber von unserem Liegeplatz hat leider geschlossen und das Restaurant beim Anlegesteg noch nicht geöffnet – es bleibt uns also gar nichts anderes übrig als die Wartezeit mit einem Rum-Punch zu überbrücken. Das Abendessen wird dann aber recht gut, obwohl das Restaurant eher ungemütlich ist (Nachtisch: flambierte Bananen mit Honig…).

Am Dienstag geht es sehr früh aus den Kojen und nach dem Frühstück brechen wir bei Regenwetter (Regenbogen inklusive) nach Dominica auf, wo es angeblich noch mehr regnet (regenreichste Karibikinsel). Die Überfahrt wird etwas ruppig – zwischen den Inseln haben wir Wind mit 20-25 kn, teilweise bis 30 kn, die Wellen entsprechend kräftig, von der Seite. Wir haben daher stark gerefft und kommen auch nur eher langsam weiter. Wir planen gleich in den Norden der Insel zu fahren – an der Hauptstadt Roseau vorbei. Sobald wir in die Abdeckung von Dominica kommen, wird das Meer ruhiger, der Wind allerdings variiert von 5 bis 25 kn, nahezu aus allen Richtungen. Wir lassen also die Maschine laufen, der Wassermacher hat auch wieder was zu tun. Noch vor Sonnenuntergang erreichen wir die Stadt Portsmouth in der “Prince Rupert Bay”, wo zahlreiche Schiffswracks am Ufer liegen. Für die ca. 55 sm hierher haben wir nur etwas mehr als 10 Stunden gebraucht. Im Scheitel der Bucht , bei der Mündung des “Indian River” werfen wir unseren Anker – hält gut (bei den Böen, die von den Hügeln kommen, auch notwendig). Kaum liegen wir fest, kommt auch schon ein Boat-Boy, um uns einen Ausflug zum Indian River anzubieten – wollen wir ja auch machen. Den fragen wir gleich, wo man einklarieren kann – ist etwas weiter weg, wird erst morgen erledigt. Aber es gibt hier wenigstens ein Bezahl-Internet, wo man eine Stunde gratis Probesurfen kann…

 

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