Ein Jahr unterwegs mit der Volare
Tag 210+211: Iles les Saintes
11.02.2012
Am Freitag vergeht der ganze Vormittag mit dem Upload der Fotos aus Dominica in den Blog – die Verbindung mit dem Internet über “Only” ist schrecklich langsam. Am Nachmittag fahren wir dann an Land – eigentlich wollten wir das Fort Napoleon besuchen, das hat aber nur am Vormittag geöffnet. Also machen wir eine Wanderung über die Insel Terre de Haut, die ja nur wenige Quadratkilometer groß ist. Zunächst geht es über die Hügel in der Mitte der Insel zur malerischen, kleinen Bucht Pont Pierre im Nordosten – ein sehr hübscher Strand vor einem Palmenhain, durch Felsklippen gegen das offene Meer hin geschützt, eine richtige, ruhige Badebucht, leider ist dort Ankerverbot. Danach besuchen wir auch noch die Marigot Bay, etwas weiter westlich. Dort könnte man ankern, es ist aber eine weit weniger schöne Bucht. Nach unserer Inselwanderung kaufen wir noch ein bisschen ein und fahren dann zurück aufs Schiff.
Am Samstag machen wir uns gleich auf den Weg zum Fort Napoleon. Zuerst muss aber das Dingi wieder aufgeblasen werden – es verliert leider noch immer ein bisschen Luft. Der Kleber dürfte auf dem Material nicht so recht halten. Im Ort herrscht schon reges Treiben – die Insel ist ein beliebtes Ziel für Wochenendausflüge von Guadeloupe aus. Der Weg zum Fort geht steil hinauf – viele Touristen fahren deshalb mit Minibussen oder haben sich Motorroller gemietet. Wir wollen aber ein bisschen Bewegung machen – an Bord macht man ohnehin nur sehr wenig. Das Fort ist recht nett hergerichtet – außen herum sind tropische Gärten mit vielerlei Kakteen und einer Menge Leguane zu bewundern. Im Fort selbst ist ein Museum eingerichtet mit einigen interessanten Exponaten, besonders natürlich betreffend die berühmte Seeschlacht 1782 zwischen England (Admiral Rodney) und Frankreich (Admiral De Grasse). Bevor wir an Bord zurückkehren, wird wieder ein bisschen eingekauft. Am Nachmittag verlegen wir uns dann mit der Volare zur Nachbarinsel Terre de Bas in eine kleine Bucht im Westen der Insel, die kaum bewohnt ist. Außer uns liegen dort nur zwei andere Segler und zahlreiche kleine Fischerboote, am Ufer sieht man kaum Häuser. Leider ist die Bucht recht unruhig, von Westen kommt der Schwell um das kleine Kap herum in die Bucht, der Wind ist allerdings nur sehr schwach. Nachdem es hier auch keinerlei Internet gibt, werden wir wohl nicht lange bleiben.

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