Ein Jahr unterwegs mit der Volare
Tag 212+213: Iles les Saintes, Überfahrt nach Guadeloupe
13.02.2012
Am Sonntag verbringen wir noch einen gemütlichen Vormittag in der kleinen Bucht “Anse Fideling” auf Terre de Bas, wir sind fast alleine und beobachten die Pelikane, die auf den Bäumen am Ufer nach Fischen Ausschau halten und wenn sie dann einen erspäht haben, aus großer Höhe mit angelegten Flügeln wie ein Geschoß ins Wasser stürzen. Erst am späteren Nachmittag lichten wir den Anker und fahren hinüber in die “Anse de Bourg”. Wieder gibt es keinen geeigneten Ankerplatz, deshalb legen wir uns an eine der Mooring Bojen. Danach geht es mit dem Dingi (frisch aufgepumpt) hinüber an den Anlegesteg. Wir haben unsere Laptops mit und wollen endlich wieder den Blog mit Fotos und der aktuellen Route füttern, unsere Mails erledigen und ein bisschen Neuigkeiten vom Rest der Welt erfahren. In Bourg ist leider fast alles zu – auch die “Les Saintes Multiservices” und die Internetrestaurants und -Cafes. Einzig ein Motorrollerverleiher bietet auch Internet an, wo wir uns für eine Stunde einrichten, um ein bisschen was zu erledigen. Danach besuchen wir noch eine kleine, recht günstige Pizzeria – die Pizzas sind so groß, dass wir jeder nur die Hälfte schaffen. Den Rest wird es wohl zum Frühstück geben. Zurück an Bord wird es wieder sehr gemütlich.
Am Montag brechen wir bald nach dem Frühstück (Pizza-Reste) nach Guadeloupe auf. Wir wollen zunächst nicht zur Hauptstadt, sondern besuchen den nahe gelegen Ort Le Gosier, dort gibt es eine kleine, vorgelagerte Insel, die sehr hübsch sein soll, und durch das Riff, das die Insel umgibt, ist auch das Ankern recht angenehm und ruhig. Bis dorthin sind es nur etwas mehr als 20 sm, und wir haben eine recht angenehme Überfahrt – der Atlantik zeigt uns, dass er auch sehr friedlich sein kann: Wind mit 10-15 kn, Welle nicht mehr als ca. 1 m. Abgesehen von einem heftigen Regenguss und dabei etwas kräftigerem Wind haben wir Glück mit dem Wetter. Leider stimmt zunächst die Windrichtung nicht – ganz hart am Wind können wir nicht den gewünschten Kurs segeln. In der Nähe von Guadeloupe fahren wir daher ein Stück mit der Maschine, später wird es wieder besser und das letzte Stück bis zur “Ilet du Gosier” können wir wieder schön segeln. Dort liegen schon zahlreiche Schiffe, wir finden aber einen Ankerplatz und liegen recht gut. Mit dem Dingi geht es dann an Land – der lange Sandstrand ist von Badenden gut besucht und der Anlegepier ist abgeschlossen. Aber wir finden doch eine Stelle, an der man anlanden kann, und wo auch schon ein paar andere Dingis liegen. Von dort aus erforschen wir das kleine Städtchen – eventuell finden wir ja eine brauchbare Autovermietung. Autovermieter sind leider alle am anderen Ende der Ortschaft, dort, wo die Touristenhotels sind. Ganz hübsch weit zu gehen. Mehrere Autovermieter – teilweise geschlossen, obwohl sie eigentlich offen haben sollten, einer hat erst am Wochenende wieder freie Autos und Europcar ist doppelt so teuer wie ortsüblich. Na, wir werden wohl erst in der Hauptstadt Pointe a Pitre mehr Glück haben – wir wollen uns ja doch die Insel ein bisschen näher ansehen. Dann geht es zurück an Bord und…

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