Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 16° 13' W 61° 32'

Tag 216+217: Basse Terre, Guadeloupe

17.02.2012

Am Donnerstag fahren wir gleich nach dem Frühstück mit dem (frisch aufgepumpten) Dingi hinüber zum Steg beim Hafenbüro der wieder recht dicht belegt ist, wir finden aber ein Plätzchen. Um 09:30 sollten wir den Leihwagen bekommen – nachdem niemand kommt, schaue ich auch noch hinaus zum Marina-Eingang, aber auch dort ist niemand. Also wieder beim Verleiher anrufen. Um 10:15 kommt dann tatsächlich der Leihwagen und wir werden zum Büro der Leihwagenfirma nach Gosier gebracht, wo wir den Papierkram erledigen. Dann geht es gleich los, heute wollen wir den Süden der Westhälfte von Guadeloupe ein bisschen erforschen. Über die recht schöne Autobahn geht es hinüber nach “Basse Terre” und dann nach Süden – die Wasserfälle “Chutes du Carbet” am Abhang des Soufriere (ca. 1500 m hoch) wollen wir als erstes besuchen. Über eine schmale Straße geht es durch den Regenwald steil hinauf – der Parkplatz dort ist schon ziemlich voll, es scheinen auch zahlreiche andere Besucher zu den Wasserfällen zu wollen. Vom Parkplatz geht es noch eine gute halbe Stunde auf einem gut ausgebauten Pfad durch die beeindruckende Regenwaldvegetation zum mittleren der Wasserfälle, wirklich sehr hübsch. Auf der Rückfahrt zur Hauptstraße machen wir dann noch beim “Bassin Paradise” einen Halt. Wieder geht es auf einem Pfad durch den Urwald – diesmal nicht so gut ausgebaut, aber nur ca. 20 Minuten über steile Stufen und rutschigen Schlamm zwischen Baumwurzeln, aber es lohnt sich – ein sehr hübscher, kleiner Wasserfall stürzt in ein recht großes Becken – leider sind auch hier viele Besucher und Badende – Sybille lässt es sich aber nicht nehmen und springt auch in das kühle Wasser. Danach gibt es ein recht gutes, preiswertes Mittagessen in einem kleinen Restaurant an der Straße. Am Nachmittag suchen wir dann die Rumfabrik “Longueteau”, wo es noch eine dampfbetriebene Zuckerrohrmühle gibt. Ist schwer zu finden (das Hinweisschild liegt im Straßengraben), ist aber recht interessant – vorsintflutliche Maschinen. Anschließend geht es noch in die Bananenplantage “Plantation Grand Cafe” – ist eigentlich schon geschlossen, aber wir machen eine Besichtigung auf eigene Faust. Danach müssen wir uns auch schon wieder auf den Heimweg machen, wir wollen noch in einem Supermarkt einkaufen gehen. Im “Geant” ist wirklich alles zu haben – Zustände wie in Frankreich, die Käsetheke ist allein ca 50 m lang. Wein, Bier und Säfte, Obst und Gemüse werden gekauft, wir müssen ja den Leihwagen ausnützen, bis zum Dingi ist es allerdings eine ziemliche Schlepperei. Unser Dingi ist inzwischen rechts schon wieder sehr schlapp, aber wir schaffen es, alles trocken an Bord zu bringen – das Meer ist glücklicherweise sehr ruhig und es gibt auch keinen Wind.    
      
Am Freitag geht es wieder gleich nach dem Frühstück los. Zuerst werden unsere zwei leeren Gasflaschen im Supermarkt bei der Marina gegen volle getauscht. Dann geht es wieder hinüber nach Basse Terre – diesmal wollen wir die Nordhälfte der Insel erkunden. Zunächst fahren wir zu dem Wasserfall “Cascade aux Ecrevisses” – ein wesentlich kleinerer Wasserfall, aber auch sehr hübsch und gut besucht. Der Fußweg ist auch recht kurz, nur ca. 10 Minuten. Danach geht es weiter auf der Straße, die quer durch die Insel führt zum “Parc des Mamelles”, dem Zoo von Goudaloupe. Abgesehen von der heimischen Tierwelt mit Leguanen, Schildkröten, Papageien, Waschbären, verschiedenen Insekten, Affen, einem Jaguar, etc., gibt es einen Weg über schwankende Seilbrücken durch die verschiedenen Ebenen des Regenwaldes. Nach dem Zoo erreichen wir die Westküste der Insel, als erstes besuchen wir dort die Maison du Cacao – auch recht interessant. Für das Mittagessen haben wir diesmal weniger Glück – das Restaurant ist zwar recht nett, aber außer uns sind nur eine Schar frecher Vögel zu Gast und auch das Essen ist nicht so gut wie gestern, aber teurer. Dann geht es an der Westküste weiter nach Norden, zum botanischen Garten “Jardin Botanique Deshaies”. Der Park ist wirklich sehr schön mit kleinen Wasserfällen und Teichen angelegt. Die zahllosen tropischen Pflanzen entlang des Weges sind zwar gut beschriftet – kann man sich aber unmöglich merken. Nett ist auch die Papageienfütterung mit Zuckerwasser. Nach einem gemütlichen “Sundowner” in einem kleinen Strandrestaurant geht es wieder zurück nach Pointe a Pitre, wo wir in der Marina erst einmal unser Dingi aufpumpen (wir hatten diesmal die Pumpe mit – zum Neuverkleben war noch keine Zeit) und dann zur Volare hinaus fahren.

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