Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 16° 14' W 61° 15'

Tag 220+221: St. Francois, Guadeloupe

21.02.2012

Am Montag ist weiterhin sehr angenehmes Wetter. Die Nacht war auch sehr ruhig, die Volare hat anscheinend immer noch eine Handbreit Wasser unter’m Kiel. Sybille hat die Gegend zusätzlich mit dem Schnorchel erforscht – tatsächlich nicht viel Wasser zwischen Kiel und Sandboden (das Echolot scheint sehr genau eingestellt zu sein) – glücklicherweise keine Felsen oder Korallenstöcke in Sicht. Gegen Morgen gibt es dann eine kurze Regenperiode und bedeckten Himmel, aber dann ist es wieder karibisch herrlich. Das Dingi scheint auch endlich dicht zu sein – ein Lob dem guten, alten Bostik-Kleber (den kenne ich seit fast 50 Jahren). Am Nachmittag fahren wir mit dem Dingi in die Marina hinein – kein Dingi-Anlegesteg vorhanden, aber wir finden ein Plätzchen. Nachdem wir unseren Müll los geworden sind, machen wir eine kleine Runde durch die Umgebung der Marina – der Ort scheint total auf Tourismus ausgerichtet zu sein. Nachdem wir noch ein bisschen eingekauft haben, geht es zurück zum Schiff – die Lagune ist hinter dem Riff wirklich sehr gut geschützt und so gibt es hier kaum Wellen, sodass wir nicht nur mit der Volare sehr ruhig liegen, sondern auch im Dingi trocken bleiben. Das Wasser ist sehr sauber und wir gehen öfter schwimmen – ein weiterer, schrecklich anstrengender Urlaubstag. Zwischendurch probieren wir unsere neueste Cocktail-Mischung: Orangensaft, Rum, Kokos-Sirup, Grenadinen-Sirup, Muskatnuss – mit viel Eiswürfeln. Am Abend gibt es dann noch ein sehr schönes Feuerwerk über dem Ort, das wir aus Logenplätzen bewundern können – es ist ja Rosenmontag. Nachdem wir hier so gemütlich liegen, bleiben wir vielleicht noch ein oder zwei Tage, bevor wir nach Antigua aufbrechen.

Am Dienstag folgt wieder ein sehr geruhsamer Urlaubstag – lesen, schwimmen, schnorcheln, Cocktails ausprobieren, Pelikane beim Fischen beobachten… Erst gegen Abend fahren wir mit dem Dingi (ist nach wie vor dicht!) wieder in die Marina hinein, eventuell gibt es ja ein Faschings-Dienstag-Programm. Aber es ist anscheinend hier Dienstag und Mittwoch Feiertag, die meisten Geschäfte haben geschlossen, allerdings ist ein ganzer Straßenzug zum Markt umfunktioniert worden. Hier gibt es hauptsächlich Obst und Gemüse aus heimischer Produktion, aber auch Gewürze, Eier, Fertiggerichte und natürlich jede Menge Souvenirstände mit Kunsthandwerk und Fernost-Kitsch. Nach einem Bummel durch den Markt – wir kaufen auch kräftig Obst und Gemüse ein – besuchen wir noch eine Pizzeria direkt an der Marina – wird recht gut und wieder einmal viel zu viel. Leider beginnt es zu regnen – gerade als wir uns aufmachen, zurück zum Schiff zu fahren. Ist aber auch egal, es ist ja recht warm und am Schiff können wir uns dann umziehen. So kommen wir denn auch ganz nass bei der Volare an. In der Nacht gibt es dann noch heftigeren Regen – ist hoffentlich morgen dann vorbei.

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